Die EintrÀge der Rubrik: 'Produkte'
Ein Mann, ein Haus und die Queen: Das HemLoft
21.05.2012 | Autor: Julia Christian | in: Kunst, Produkte
Das ist der Stoff, aus dem Aussteiger-MĂ€rchen sind: Gelangweilt von seinem Job als Softwareentwickler plante der Kanadier Joel Allen 2009 einen vorzeitigen Ruhestand und begann sich das Schreinern beizubringen. Weil ihm dabei die ein oder andere schicksalhafte Begegnung passierte – darin involviert sind natĂŒrlich alte, weise MĂ€nner und eine Frau – kam er schlieĂlich auf die Idee, sich ein Baumhaus in den kanadischen WĂ€ldern zu bauen und begann.
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Lady Gaga in Springfield: Lisa goes Gaga
15.05.2012 | Autor: Julia Christian | in: Fashion, Produkte

Letzte Woche twitterte Lady Gaga: âIch bin so aufgeregt! Ich werde bei den Simpsons sein!â. Das konnte man fĂŒr etwas sehr viel Understatement halten, ist Gaga schlieĂlich die Queen des Pop. Doch Gastrollen bei den Simpsons zu bekommen, gilt in der Tat schon lange als popkultureller Ritterschlag.
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Microsoft erfand das iPhone
08.05.2012 | Autor: Julia Christian | in: Produkte
Zugegeben, ganz so wie im Titel versprochen war es natĂŒrlich nicht. Aber fast. Und rein theroretisch hĂ€tte es passieren können. Denn die obige Zeichnung zeigt den sogenannten “Consumer Computer”, den Nathan Myhrvold 1991 (!) entwarf.
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Red Blooded Valentines Day
14.02.2012 | Autor: Julia Christian | in: Kunst, Produkte
Die kleine Notizbuch-Company “Field Notes” aus Portland ist sowas wie das amerikanische Gegengift zu der europĂ€ischen Sucht, sich echte Moleskine-NotizbĂŒcher zulegen zu mĂŒssen, nur weil die angeblich auch von Picasso oder Hemmingway benutzt wurden.
Dagegen sind die kleinen Field Notes-BĂŒcher ziemlich bescheiden. Kein Ledereinband, keine GeheimfĂ€cher und eher ein Heft als ein Buch. Das ist wohl auch der Grund …mehr »»
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Welcome to the Stage – Bread & Butter 2012
20.01.2012 | Autor: Julia Christian | in: Fashion, Produkte

Mode und MĂ€rchen assoziiert man nicht zwingend miteinander. Sieht man mal von Hans Christian Andersens “Des Kaisers neue Kleider” ab. Und doch beschleicht einen auf der Bread & Butter, die aktuell im Tempelhofer Flughafen in Berlin statfindet, das GefĂŒhl, die AttraktivitĂ€t einer Marke hinge vor allem von der Geschichte dahinter ab. Da werden Geschichten von sich zurĂŒckziehenden und in Bibliotheken auf Inspirationssuche gehenden FirmengrĂŒnder erzĂ€hlt. …mehr »»
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Apple 1983: Ăberraschend volksnah
09.11.2011 | Autor: Julia Christian | in: Kunst, Produkte
Apple ohne Minimalismus und ohne Anspruch auf  Vorhut der digitalen Revolution â fast nicht vorstellbar. Aber wahrscheinlich sind 30 Jahre in der Computerindustrie, was 50 Jahre in anderen Branchen sind. Und deshalb wirkt der nun aufgetauchte Apple-Bestellkatalog aus dem Jahre 1983, als stamme er von einem anderen Stern. …mehr »»
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Fashionary – Viel Mode mit einer Kladde
28.07.2011 | Autor: Julia Christian | in: Fashion, Produkte
Zugegeben, es gibt weitaus Wichtigeres als ein Notizbuch. Noch dazu eins fĂŒr faul veranlagte Notizbuchhalter mit einem Faible fĂŒr Mode. Dennoch ist das Skizzen- und Ideenbuch “Fashionary“, das der Modedesigner Penter Yip seit 2009 und nun in zweiter Fassung herausbringt, gleich so viele Dinge auf einmal, dass man nur schwerlich widerstehen kann: Skizzenbuch, Kalender, …mehr »»
8 Kommentare | Tags: Fashionary · Moleskine · Notizbuch · Penter Yip · Skizzen
Riccardo Tiscis “Visionaire”: Religion
27.06.2011 | Autor: Julia Christian | in: Kunst, Produkte, Stars
Allen, die sich in letzter Zeit immer hĂ€ufiger die Frage nach Sinn und Zukunft des gedruckten Magazins stellen, sei die 60. Ausgabe von Visionaire ans Herz gelegt. Dreimal im Jahr kommt das limitierte New Yorker Magazin heraus, und nur auf den ersten Blick scheint es, als wĂŒrden diesmal nicht die formalen Grenzen des Publizierens gesprengt. Das monothematische âExperimentâ erschien schon als CD-Sammlung inklusive Player, als Puzzle oder als verspiegelter BehĂ€lter mit Lippenstift, Wimperntusche und Gloss zum Thema Schönheit.
Nummer 60 ist rechteckig, schwarz und einzig der geprĂ€gte Ledereinband, die goldenen Seiten und die antike Holzbox, die an einen Altar erinnert, deuten an, im Inneren vermutlich auf Kunst statt Kaufempfehlungen zu stoĂen.
Kuratiert wurde das Heft von Riccardo Tisci, Chefdesigner von Givenchy und Erster im Rennen, wenn es um die Nachfolge John Gallianos im Hause Dior geht. Das Motto: Religion. Jedoch nicht …mehr »»
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Alfred Wertheimer: Elvis – The Early Years
22.11.2010 | Autor: Sassan Niasseri | in: Produkte, Stars
Es gibt kaum spannendere Situationen, als wenn sich Star und Fotograf zumindest ein wenig auf Augenhöhe befinden. Elvis Presley war 1956 schon ein junger Star, doch ĂŒbte er noch die verschiedenen Posen im Rampenlicht; der Fotograf Alfred Wertheimer, mit 27 Jahren noch am Anfang seiner Laufbahn, ĂŒbte sich noch darin, wie er Menschen in das rechte Licht rĂŒckt.
Als er Elvis Presley wĂ€hrend eines Konzerts fotografierte, kam ihm der Gedanke: “Ich war erstaunt darĂŒber, dass die MĂ€dchen weinten. ” Springen, schreien, jubeln – all das habe er schon gesehen. “Aber jemand, der sie zum Weinen bringt – der wird es weit bringen.” Und Wertheimer beschloss, an Elvis dran zu bleiben.
Der Bildband “Elvis – The Early Years” (Edel Verlag) versammelt Wertheimers Fotografien von Elvis Presley bis zu dem Zeitpunkt 1958, als er seinen MilitĂ€rdienst in Deutschland antreten musste – was, wie Elvis-Chronisten nicht mĂŒde werden zu betonen, das Ende der wilden Zeit des SĂ€ngers war; als er danach seine Karriere wieder aufnahm, sei er ein Anderer gewesen. Aber 1956, als sich der ShowanfĂ€nger Elvis und sein Amateurfotograf auf gemeinsame Konzertreisen begaben, war das wie die ErschlieĂung von Neuland – auch fĂŒr Wertheimer, dessen Equipment so einfach war, dass er es kaum gewagt hatte, den Star fĂŒr seine Bilder zu dirigieren und stattdessen vor allem SchnappschĂŒssen machte. Elvis kannte keine Regeln, und Wertheimer kannte auch keine: “We made up our own rules.”
Unschuldig war Elvis zu Beginn seiner Karriere schon lange nicht mehr. Aber Wertheimer gelingt mit seinen Bildern eine schöne Illusion, in der der SĂ€nger seine Rollen spielt. Flachsen mit einem ausgestopften PandabĂ€r auf dem SchoĂ, Rangeleien im Swimming Pool, zartes Anbandeln mit einer Frau an der Theke. Die AbgrĂŒnde, in die Elvis spĂ€ter wĂŒrde blicken mĂŒssen, erschienen damals unmöglich.
Elvis: The Early Years – Fotobildband inklusive drei Musik-CDs (1954-56), (1956/57), (1957-59) ist im Edel Verlag erschienen.
Copyright alle Fotos: Alfred Wertheimer
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John Margolies – Roadside America
20.10.2010 | Autor: Sassan Niasseri | in: Kunst, Produkte
StraĂenrandbebauung – was fĂŒr ein seltsames, bĂŒrokratisches Wort. In den USA gab es mal eine Zeit, in der StraĂenrandbebauung ungefĂ€hr so aussah, als hĂ€tte man die Fahrzeuge eines VergnĂŒgungsparks, der Karrusselle und Geisterbahnen, aus ihrer verspielten Umgebung entfĂŒhrt und am StraĂenrand abgestellt. Im vergangenen Jahrhundert war das.
Ăberdimensionierte Piratenschiffe aus Holz, abgestĂŒrzte Flugzeuge, ein riesiger Astronaut oder der Tyrannosaurus Rex. Von innen hohl, aber imposant. Die Objekte wurden vor allem als WerbeflĂ€chen benutzt, ebenso auf belebten wie verlassenen StraĂen – sie sind Zeugnisse einer Detailverliebtheit, die heutige Werbeschilder vermissen lassen. Und als Blickfang nur ein Ziel haben: Dass die Reisenden von ihrem geplanten Weg abkommen und damit off-road-USA unterwegs sind.
In dem hĂŒbschen Band “Roadside America” (Taschen Verlag) dokumentiert der Fotograf John Margolies, ausgestatt mit mobilem Kamerastudio, Schlafsack und ausreichend Verpflegung, seine Fahrten der letzten 30 Jahre ĂŒber die Highways und LandstraĂen Amerikas, stets auf der Suche nach ausgefallenen Bauten. So sind Margolies Reisen durch die USA auch so etwas Expeditionen in Traumwelten. Deren Exponate am StraĂenrand zum Teil aber schon abgetragen sind, anderorts vor sich hin verrotten.
Denn in der heutigen Zeit, in der die Wege immer schneller zurĂŒck gelegt werden mĂŒssen, bleibt fĂŒr detaillierte Werbung kaum noch Zeit. Was bleibt sind ĂŒbergroĂe, traurig, aber eben auch sehr schön anzusehende Spielzeuge.
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