Dennis Maitland: Life On The Edge
02.04.2012 | Autor: Julia Christian | in: Kunst

Der Detroiter Dennis Maitland fotografiert. Und das nicht nur, weil er weiß, wie spannend seine ungewöhnlichen und vor allem tiefen Perspektiven sind, die entstehen, in dem er seine Blitze direkt am Abgrund von Gebäuden platziert.

 Maitland fotografiert, weil er nicht zu der Sorte Mensch gehört, dem Altituden nichts ausmachen. Im Gegenteil. Seit seiner Kindheit leidet er unter Höhenangst. Und er therapiert sich mit „Life On The Edge“ quasi selbst: „Als ich mit der Serie im August begann, hatte ich Höhenangst. So sehr, dass ich nicht mal eine Leiter hinaufklettern konnte, die höher als 10 Fuß war. Aber nachdem ich mich Schritt für Schritt weiter vor wagte und eine Weile an den Vorsprüngen verschiedener Gebäude gestanden oder gesessen hatte, begann ich, mich immer wohler dort zu fühlen. Und indem ich mich schließlich darauf konzentrierte ein steady Foto ohne Stativ zu schießen, blendete ich alles andere aus. Inzwischen, nur wenige Monate später, ist es sogar so, dass ich mir Gebäude aussuche, auf denen ich klettern muss und nachdem ich einmal meine Komfortzone verlassen und meine kreativen Grenzen erweitert hatte, durste ich sogar nach Adrenalin.“
Dabei wirkt die Höhe auf seinen Fotografien aufgrund des Weitwinkelobjektivs sogar wesentlich geringer, als sie tatsächlich ist. Aber wer sagt schon, das Leben am Abgrund sei einfach…
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