Frank Eidlitz (1923-1997) war so ziemlich für die aufregendsten Designgrafiken der Sechziger und Siebziger verantwortlich. Ob Corporate oder frei, alles, was er in die Hände nahm, sah hinterher besser aus. Wie etwa Shell:



Keine Zeiger, keine Umrundungen, kein Gesamtdisplay. Es ist eine Uhr, die nur den Augenblick anzeigt. Vielleicht was für Leute, die “nur für den Augenblick” leben wollen. Nichts ist mehr relativ. Gesehen bei qlocktwo (mit iPhone-App.) oder bei Switched on Set.

Was ist das Schöne am Baden? Und warum ist das Baden ein so häufiges Motiv in der Kunst? Wer badet, ist ja nicht automatisch schön. Vielleicht ist es die Intimität, die denjenigen, der Bilder Badender betrachtet, so gefällt. Vielleicht mag man das Baden auch, weil der Mensch dann ganz bei sich ist, durch nichts abgelenkt. Die Ausstellung “Intimacy!” (Kunstmuseum Ahlen, bis 25.4.) und der dazugehörige, eindrucksvolle Fotoband “Intimacy! Banden in der Kunst” (Wienand Verlag, 320 Seiten) zeigen die schönste Nebenbeschäftigung der Welt, so wie Künstler sie vom 15. Jahrhundert bis heute festgehalten haben. Denn Baden, zeigt die Ausstellung, ist mehr als nur Hygiene: Es kann ein religiöses Reinigungsritual sein, manchmal ist das Bad sogar ein Tatort.
Bettina Rheims: Rose McGowan sinking in a Bath of Roses, 1996, C-Print, 150 x 120 cm, Sammlung Sander:

Ernst Ludwig Kirchner: Mädchen im Tub, 1913, Rotfeder auf Papier, 33,5 x 38 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett:

In Sook Kim: Self Portrait, 2006, C-Print, ca. 120 x 170 cm, Privatsammlung:

Xenia Hausner:
Bambi, 2005, Mixed Media auf Dibond, 124 x 186 cm, Privatsammlung:

Eric Fischl:
Bathroom Scene # 5, 2005, Öl auf Leinen, 182,9 x 91,4 cm, Olbricht Collection:


Echo-Awards
05.03.2010 | Autor: Sassan Niasseri | In: StarsKleiner Vampir. Hätte dennoch die Kurven nicht verstecken müssen:

Tiefes Dekolletee ist aber auch nicht alles. Unmögliches Kleid:

Bücher verschönern jedes Regal. Und gerade der Buchrücken kann entzücken: Icoeye zeigt, wie man aus Rückseiten Kunstwerke macht. Umschlag anmalen und ums Buch legen. So sieht’s aus:


Sie nahmen sich das Recht raus, so auszusehen, wie sie wollten. Und das zu machen, was auch jede Andere tun möchte. Und dazu gehörte eben auch alles Erotische. “Beauty Redefined” nannte sich das. Die Ironie lag daran, dass die Suicide Girls so aussahen wie niemand sonst, und das, was sie taten, dann doch so noch nicht zu sehen war. Vor wenigen Jahren wurde das unter dem Label “Alternative Porn” vermarktet – alles ein bisschen cooler, natürlicher, unreiner, blechverzierter, tätowierter -, mittlerweile ist “Alternative Porn” selbst zu einer verkaufsträchtigen Marke geworden, die im Web auf Paysites viel Geld einspielt (http://suicidegirls.com/). Das Phänomen hat sich ein wenig überlebt.
Das Erstaunliche ist, dass der Fotoband SUICIDE GIRLS (Ammo Books, 396 Seiten, 26,95 Euro) dennoch beeindruckt. Geordnet nach Kontinenten, nicht nach Körpern, schlägt einem volles Selbstbewusstein entgegen: So zeig ich mich hier und kann nicht anders. Kaum vorstellbar, dass sich eine der Frauen künstlich in Pose gesetzt hat (Anm.: Die Bilder im Buch zeigen mehr).






Der Computer, mein Möbelstück
02.03.2010 | Autor: Sassan Niasseri | In: ProdukteDer RCA Spectra 70, 1965 auf den Markt gebracht (der Name wurde anscheinend mit Blick auf die sehr nahe Zukunft ausgewählt), war so ziemlich der schickste Rechner seiner Zeit. Ist es vielleicht auch heute noch. Er würde sich als Möbelstück in jedem Wohnzimmer gut machen. Zum Bedienen, aber auch zum Spielen. Oder drauf sitzen. Er erinnert an ein Mischpult mit Lochkartensystem.

Streetwear NY, Winter
01.03.2010 | Autor: Sassan Niasseri | In: Street StyleTime Tunnel
26.02.2010 | Autor: Sassan Niasseri | In: KunstDie Macher der TV-Serie The Time Tunnel (1967-1968) nahmen den Gedanken eines “Zeit-Tunnels” wörtlich. Sie konzipierten dazu eine psychedelisch aussehende Röhre, nach deren Betreten man eine Zeitreise antreten kann. Dramaturgisch gab es dazu Lichtblitze. Was sich wohl sonst noch in diesem schiefen Schlauch im Dunkeln befindet? Wer warte an dessem Ende? Die Studiokulisse zeigte nur die ersten zehn Meter. Das Storyboard illsutriert zwar nicht das Innere. Aber doch, wie lang der Weg ist, den man zurücklegen muss, bevor man eine Zeitreise antreten kann.
![time_tunnel_concept[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/time_tunnel_concept1.jpg)
![timetunnelcast[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/timetunnelcast1.jpg)
Sehr schön: Das berühmte Thunderball-Motive “Underwater Fight” (1965):
![thunderball_underwater_battle_walt_howarth[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/thunderball_underwater_battle_walt_howarth1.jpg)
Zwei Plakate, sehr scheusslich allerdings. Moonraker (1979) und For Your Eyes Only (1981), das mit einem roten Lotus Esprit aufweist, obwohl wir ja alle wissen, dass Bond sein Auto (und in weiß) bereits in The Spy who loved me (1977) aufgeben musste.
![japanese_record_covers_james_bond_007[2]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/japanese_record_covers_james_bond_0072.jpg)
Der Dr. No-Soundtrack als japanische Pressung:
![dr_no_record_sleeve_cover_artwork_james_bond_007[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/dr_no_record_sleeve_cover_artwork_james_bond_0071.jpg)
1983 erschien ein James-Bond-Rollenspiel, dessen Artwork an die Ästhetik der Sechziger angelehnt war (alle gefunden bei Illustrated 007):
![rpg-basic-game-details[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/rpg-basic-game-details1.jpg)
![james-bond-rpg_box_design[2]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/02/james-bond-rpg_box_design2.jpg)


![21610Shearling_7497Web[1]](http://blog.musikexpress.de/wp-content/uploads/2010/03/21610Shearling_7497Web1.jpg)
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